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VHS Hamburg: Gefährliche Filterblasen im Internet oder Mainstream-Medien-Hypnose?

Filterblasen sind in den Medien populär -als das, was die anderen in ihrer falschen Weltsicht bestätigt. In der Filterblase sitzt immer der andere, soll heißen: der, der eine andere Meinung vertritt, eine andere Weltsicht hat. Diese falsche Weltsicht soll heute vor allem aus dem Internet kommen, aus den Sozialen Medien zumal. Dort gibt es immer nur Informationen zu sehen, die unsere Meinung bestätigen.

Im Internet schenkten viele Menschen anderen Meinungen als ihrer eigenen keinen Glauben mehr, das liege daran, dass in ihren Social-Media-Kanälen fast nur noch Meldungen auftauchten, die ihrer Einstellung entsprechen, den sogenannten Filterblasen, so heißt es etwa bei der ARD.

Aber gibt es dieses Phänomen wirklich erst seit Facebook & Co. sich zu Massenmedien aufschwingen konnten? Bedeutende Denker wie Harold Pinter haben dies anders gesehen und hatten dafür gute Argumente:

Die Verbrechen der Vereinigten Staaten waren systematisch, konstant, infam, unbarmherzig, aber nur sehr wenige Menschen haben wirklich darüber gesprochen. Das muss man Amerika lassen. Es hat weltweit eine ziemlich kühl operierende Machtmanipulation betrieben, und sich dabei als Streiter für das universelle Gute gebärdet. Ein glänzender, sogar geistreicher, äußerst erfolgreicher Hypnoseakt. Harold Pinter,  Nobelpreis-Vorlesung 2005

Wie gefährlich sind also Filterblasen?

Und was hat es mit den Fake News auf sich? Sie sind in aller Munde, aber manche sehen darin eine Taktik zur Immunisierung der Mainstream-Medien gegen Kritik aus dem Netz. Was meinte der Literaturnobelpreisträger Harold Pinter, als er in seiner Nobelpreis-Vorlesung 2005 von einem uns umgebenden „Lügengespinst“ sprach, dessen „erfolgreicher Hypnoseakt“ weltweit Kriege deckt? Begriffe und Debatten sollen kritisch reflektiert und diskutiert werden: An der VHS Hamburg.

Angebot der VHS Hamburg

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